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Vorher-Nachher auf einen Blick: Kubus als Anbau

Nur ein Jahr brauchte Architekt und Bauherr Jamie Falla, um eine urige Scheune in ein zeitgemäßes Einfamilienhaus umzubauen. Der Ort des architektonischen Glanzstück: die Kanalinsel Guernsey. Wo sonst nur Kühe grasen und Geldanleger ihr Kapital parken, erweiterte Falla das aus blauem Granit gebaute Nutzgebäude um einen modernen, kubischen Anbau. Entstanden ist ein helles, mit viel Glas gestaltetes Haus für die ganze Familie.

Vorher: Steinhaus aus dem Mittelalter

Völlig intakt waren noch die alten Scheunenmauern aus blauem Granit. Und das, obwohl sie schon im 15. Jahrhundert errichtet wurden. Sie umschließen eine Grundfläche von insgesamt 100 Quadratmetern. Bis zu einer Wandstärke von 30 Zentimetern sind dafür die schweren Feldsteine übereinander geschichtet.

Für die geplante Nutzung als Wohnhaus mussten die Innenwände weichen. Dies sollte einen möglichst großen Wohn-, Ess- und Kochbereich ermöglichen.

Nachher: Mehr Raum dank Entkernung

Identische Baumaterialien wie Granit und Schiefer sowie riesige Aussichtsfenster machen aus Scheune und Anbau eine perfekte architektonische Einheit. Da beide Gebäudeteile auch noch mit großen Oberlichtern versehen sind, kann Tageslicht von überall her die Räume durchfluten.
Während des einjährigen Umbaus wurde die Scheue komplett entkernt. Sie bekam dadurch einen 100 Quadratmeter großen Innenraum, dessen Deckenhöhe sogar noch ausreichend Platz für eine Galerie bot. Hier befindet sich jetzt ein Sitzplatz mit Kamin.

Aus den Steinen von der Entkernung ist außerdem der neue Kubus erbaut. Er beherbergt in der ersten Etage das Elternschlafzimmer und ein offenes Bad. Im Erdgeschoss liegen die Kinderzimmer.

Versteckter Arbeitsraum

Das Büro des Hausherrn ist von dem Koch-Essbereich über eine Tür zu erreichen. Es liegt in einem schon vorher entstandenen Anbau nach Süden. Der Eingang zum Arbeitsraum ist dabei geschickterweise als Tafel kaschiert und fällt daher kaum als Durchgang auf.

Sparen mit Industrieelementen

Auf Flure konnte wegen des offenen Grundrisses der Scheune komplett verzichtet werden. Der Bereich zwischen Kochtresen, Esstisch und Wohnzimmer ist dadurch zum Treffpunkt im Haus geworden. Von hier aus erreicht man auch den Wirtschaftsraum hinter den Kochtresen.

Aus Kostengründen griff der Architekt beim Innenausbau auf preiswerte Baumaterialien aus der Industrie zurück. So sind die Fenster aus Industrieglas, während die Böden mit in Kunstharzlack gebundenem Recyclingglas beschichtet sind. Und ganz diesem Credo entsprechend, beleuchten Industrieleuchten die Kochzone sowie den Essplatz.

Galerie mit Kamin

Über dem Ess- und Kochbereich thront die verglaste Galerie direkt unterm Dach. Hier lädt zum geruhsamen Entspannen die große Couch vorm Gaskamin ein. So entsteht ein kuscheliger Rückzugsort im ansonsten offenen Wohnbereich.

Neu angelegter Eingang

Nach dem Umbau liegt der neue Hauseingang zwischen der alten Scheune und dem angebauten Schlaftrakt in Würfelform. Die Glasbox darüber verbindet die Wohngalerie in der Scheune direkt mit dem neuen Schlafzimmer und dem Bad der Eltern im Kubus.

Wohnzimmer mit Terrasse

Das geräumige Wohn- und Spielzimmer im Erdgeschoss geht auf eine kleine, im Süden gelegene Terrasse. Eingefasst ist sie mit malerischen Felsbrocken. Pilzförmig beschnittene Nadelhölzer dienen hier als ungewöhnliche, aber natürliche Sonnenschirme. Innen sorgt außerdem ein aufgeräumtes Wohndesign mit wenigen Möbeln für optische Ruhe.

Bunte Spielwelt

Die beiden im Kubus liegenden Kinderzimmer erfreuen ihre Bewohner mit bunten Wandanstrichen. Mit großen Namenszügen ist dabei klar gekennzeichnet, wessen Reich man gerade betritt. Für gemeinsames Spielen stellt ein zweiseitiger Wandschrank außerdem eine direkte Verbindung zwischen den Räumen her.

Bauherren: Preiswert bauen auf dem Land

Entschlossen, die Hektik der Metropole London gegen das relaxte Leben auf Guernsey zu tauschen, kaufte das Bauherrenpaar Lynn und Jamie Falla die urige Scheune. Anstatt eines niedlichen Cottages wollten sie ein offenes, modernes Haus.

Die Umsetzung der Idee gelang ihnen mit dem kubischen Anbau an die Scheue. Dabei machte es den Bauherren Falla Spaß, nach schönen aber auch intelligenten Lösungen aus dem Industriebereich zu suchen. Diesen Mix aus preiswertem, familienfreundlichen Bauen und Top-Design nennt Falla „Post-funktionelle Moderne“. Mit seinem Architektenbüro vermarktet er dieses Konzept seit Jahren erfolgreich.