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Vorher-Nachher auf einen Blick: Einfamilienhaus am See

Mit Blick auf den Berliner Obersee war die Lage erstklassig. Nur der trostlose Plattenbau auf dem Grundstück entsprach dem nicht. Der Herausforderung in Form von grauen Waschbetonplatten stellten sich jedoch die Bauherren Jörg und Karin Ritter. Mit Erfolg: Heute bewohnen sie ein innen helles und von außen charmantes Einfamilienhaus im Grünen. Dabei blieb manches Stilelement erhalten, während sie an anderer Stelle massiv umbauten.

Vorher: Schlichter Bau aus Beton

Ein typischer Plattenbau in DDR-Einheitsgrau war das Gebäude in Berlin-Lichtenberg. Bis zur Wende diente das Gebäude der Stasi als Gästehaus. Dafür wurde es einst direkt vor Ort aus vorgefertigten Betonelementen zusammengesetzt. Was nicht mit Schönheit glänzte, besaß jedoch noch eine solide Bausubstanz für die geplante Sanierung.

Typisch für die Bauweise in den 1970er Jahren waren außerdem die bunten Glasmosaikplatten im Treppenhaus, die breite Dachkrempe aus Kunststoff sowie die viel zu kleinen Fenster.

Nachher: Neue, klare Gliederung

Die Gartenansicht des Hauses zeigt die gelungene Umgestaltung: Eine dunkle Lärchenholzverkleidung gliedert heute den Baukörper neu und steht in warmem Kontrast zum weißen Feinputz. Da der Garten vom einstigen Gestrüpp befreit ist, hat man nun von der Terrasse einen freien Blick auf den nahen See.

Auch im Inneren wurde einiges umgestaltet: Die Küche wanderte von der Straßenseite zur Seeseite. Durch die mit einer Betonsäge erweiterten Türöffnungen und neuen Durchbrüche entstand ein offener Bereich zum Wohnen, Essen und Kochen. Außerdem ermöglichen die fast wandbreiten Fenster eine ungestörte Aussicht in den Garten.

Lange Blickachsen im Haus

Zwischen Flur und Arbeitszimmer sorgen Türen mit eingesetzten Glasflächen für Helligkeit und ein offenes Raumgefühl. Um diesen Effekt zu verstärken, wurden bei der Sanierung zudem die Türöffnungen vergrößert.

Plattenbau mit modernem Ambiente

Durch den gelungenen Innenausbau wurde die vorherige Enge im Erdgeschoss aufgebrochen. Luftig und klar wirken hier die rechteckigen Wandflächen, Einbauelementen und Türöffnungen. Der neue Kamin steht dem in nichts nach und passt sich mit seinen klaren Linien bestens ein.

Bibliothek und Wohnzimmer vereint

Das Wohnzimmer ist durch die verwendeten erdigen Farbtöne sehr dezent gehalten. Voluminöse, dunkle Ledermöbel laden zum Ausruhen und Entspannen ein. Und passend zur Vergangenheit des Hauses hängt über dem Sofa eine farbenfrohe Arbeit des DDR-Malers Walter Womacka. Rechts neben der Sitzgruppe gelangt man durch eine raumhohe Schiebetür ins Arbeitszimmer mit seiner großen Bibliothekswand.

Flexibles Raumkonzept

Wie alle anderen Räume profitiert auch das Esszimmer von den großen Fensteröffnungen zum Garten. Durchgehendes Parkett aus Räuchereiche verbindet den Bereich optisch mit der daneben liegenden Küche. Je nach Bedarf können die beiden Räume durch eine Schiebetür miteinander verbunden oder auch wieder getrennt werden.

Alte Bauelemente bewahrt

Was am Gebäude aus DDR-Zeiten schön war, wurde erhalten und in die Neugestaltung mit einbezogen – so das bunte Glasmosaik im Treppenhaus und der Marmorboden. Nach Schliff und Politur glänzt der helle Steinboden wieder in alter Pracht.

Gelungener Umbau

In frischer Optik statt trister Zonen-Langweile erstrahlt nun das Berliner Wohnhaus: Weißer Feinputz ersetzt die ehemaligen Waschbetonplatten, ungerahmt sitzen die schönen Glasmosaikplatten in der Fläche, und eine feine Zinkkante löste die ehemals breite Dachkrempe aus Kunststoff ab.

Bauherren: Plattenbau in Bauhausstil

Bei einer Joggingrunde entdeckte Unternehmensberater Jörg Ritter dieses verbliebene Stück Ostzonen-Architektur. Es stand auf einem Parkgrundstück direkt am See. Selbst in der DDR aufgewachsen, kannte das Bauherrenpaar keine Berührungsängste mit Plattenbauweise und ersteigerten das Gebäude von den Liegenschaftsfonds Berlin.

In der darauf folgenden Sanierung machten sie dann aus dem ehemaligen Stasi-Gästehaus ein Wohnhaus in Bauhausstil. Offene Wohnräume mit klarer Ästhetik sind heute der Lohn für die Weitsicht.