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Vorher-Nachher auf einen Blick: Umgestaltung statt Neubau

Die Hamburger Grafiker Bettina und Matthias Kraus wohnen heute in einem modernen Haus, das als Neubau so niemals genehmigt worden wäre. Ihr Trick: Sie haben einen Altbau komplett umgestaltet.

Der Umbau war aufwändig, hat sich aber gelohnt. Das Einzelhaus in zentraler Lage beherbergt nun sowohl einen Wohnbereich als auch einen separaten Bürotrakt für die Arbeit. Gleichzeitig wurde das Gebäude zusammen mit dem Anbau auf einen hohen Energiesparstandard gebracht.

Vorher: Dringend notwendige Sanierung

Ganz schön trist wirkte der schlichte Altbau vor seinem Komplettumbau. 1894 im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel errichtet, bekam das Haus in den 1960er Jahren noch einen recht lieblosen Geschäftsanbau vorgesetzt. Mit dieser verbauten Optik ließ sich hier nur mit viel Vorstellungskraft ein schönes Stadthaus erkennen.

Neben dem trostlosen Äußeren und einem entsprechenden Inneren war auch Kellerschwamm Grund für eine umfassende Sanierung. Positiv waren jedoch die zentrale Lage mitten in Hamburg, ein großer Garten, ein nahe gelegener Park sowie der verhältnismäßig günstige Kaufpreis.

Nachher: Wohnhaus mit Büro

Nach dem Umbau befindet sich im Erdgeschoss und der ersten Etage der großzügige Wohnbereich, während unter dem Dach das Grafikbüro der Bauherren liegt. Damit dieses Konzept realisiert werden konnte, musste viel geändert werden. Nur so konnte aus dem schmucklosen Haus ein stimmiges Bauwerk werden. Es wurde daher ein neuer Eingang mit Treppenhaus angelegt und auch der Vorbau verändert.

Auch energetisch hat sich mit dem Umbau einiges verbessern: Dämmschichten kamen an die Wände, und im Keller sorgt nun ein sparsamer Pelletofen für Wärme.

Fassade aus Holz

Im würfelartigen Vorbau mit einer Holzverschalung liegt der Besprechungsraum der Grafikagentur. Mit Kaffeeküche und Badezimmer ausgestattet, dient er außerdem als Gästehaus. Versteckt befindet sich noch eine große Terrasse auf seinem Dach.

Offener Grundriss

Ohne Türen empfängt das Erdgeschoss Hausherren und Gäste. Flur, Wohnzimmer, Küche und Essbereich gehen fließend ineinander über. Dadurch entsteht ein großer, von Licht durchfluteter Wohnbereich.

Büro und Wohnbereich klar getrennt

Hinter der Küche führt eine Spindeltreppe in die Familienetage. Ein zweites Treppenhaus auf der Nordwestseite des Hauses bringt Kunden ins Büro unterm Dach. Praktische Vorausplanung: Sollte die Firma einmal umziehen, kann dieser Trakt problemlos weitervermietet werden.

Zwei Nutzungsarten fürs Haus

Der Vorbau war früher fest mit dem Haupthaus verbunden und beherbergte einen schmucklosen Blumenladen. Heute befindet sich hinter der Holzfassade der Besprechungsraum des Grafikbüros. Im schmalen Durchgang zwischen beiden Gebäudeteilen liegt der neue Eingang zum Wohnbereich.

Große Terrasse mit Holzboden

Über eine schmale Metallbrücke geht’s zur Dachterrasse mit Blick auf den benachbarten Park. Sie ist so groß, dass auf ihrem Holzboden zwei Sonnenschirme, ein Essplatz und noch zwei Liegen Platz finden. Hätte man den Altbau mit seinem Anbau für einen Neubau abreißen lassen, wäre in der grünen Wohngegend nie die Genehmigung für solch einen Gebäudekomplex erteilt worden.

Mosaikkacheln im Badezimmer

Trotz des großen Fensters ist das Bad nicht einsehbar, da es zur Gartenseite liegt. Über dem rechteckigen Waschbecken dient eine Wandnische mit verschiebbarem Spiegel als Stauraum. Verspielte Mosaikmotive lockern hier grafisch das ansonsten sanitäre Weiß auf.

Büro unterm Dach

Durch den Anbau zur Gartenseite wird im Erdgeschoss und in der ersten Etage zusätzliche Wohnfläche gewonnen. Ganz oben in dem turmartigen Bau: das Büro. Auf dem Dach befinden sich außerdem noch acht Quadratmeter Sonnenkollektoren. Und links vom Anbau liegt der Carport inklusive Gartenhaus, die aus dem gleichen Lärchenholz wie der Vorbau gefertigt sind.

Großzügiger Arbeitsbereich

Das Dachgeschoss mit den freigelegten Balken dient als Büro im Haus. In ihm befindet sich am Fenster eine kleine Besprechungsecke mit Blick in den Garten. Für ausreichend Helligkeit im ganzen Bereich sorgt der verglaste Dachfirst.

Anbau als Blickschutz

Nach dem Komplettumbau ist das schlichte Einzelhaus zum wahren Hingucker im Wohnviertel Eimsbüttel geworden. Besonders der außergewöhnliche Vorbau mit seiner Lärchenholz-Verkleidung fällt als Blickfang auf. Gleichzeitig schirmt er das dahinter liegende Wohnzimmer zur Straße hin ab.

Bauherren: Mit dem Umbau einen Wunsch erfüllt

Ein zweites Mal würden Bauherren Bettina und Matthias Kraus sich nicht an einen Komplettumbau trauen. Trotzdem bereuen sie nicht, es gewagt zu haben. Durch ihren Mut wohnen sie nun in einem Haus, das vollkommen ihren Vorstellungen entspricht.