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Vorher-Nachher auf einen Blick: Helles Eigenheim

Andere Kaufinteressenten gingen kopfschüttelnd weg, so sehr roch es nach Moder im roten Klinkerhaus. Architekt und jetziger Eigentümer Carsten Bünck hatte jedoch genug kreative Fantasie für eine Sanierung. In einem lediglich drei Monate dauernden Umbau ließ er das Haus nach dem Kauf entkernen und wieder komplett neu aufbauen. Jetzt besitzt er ein freundlich helles Eigenheim mit Büro unterm verglasten Dachfirst.

Vorher: Haus im schlechten Zustand

Zwei Jahrzehnte stand die Doppelhaushälfte im nordrhein-westfälischen Pulheim leer. Dies blieb nicht ohne Folgen für den 1969 errichteten Massivbau mit roter Klinkerfassade. Alle vorhandene Technik und alle Installationen waren veraltet. Insgesamt war das Gebäude in einem unbewohnbaren Zustand.

Auch der Garten war absolut verwildert. Sein dichter Bewuchs aus Büschen und Bäumen ließ kaum noch Licht ins Innere des Gebäudes. Der Zugang war außerdem unkomfortabel. Nur durch eine schmale Tür in einer vorgelagerten Loggia war der Garten zu betreten.

Weiteres Manko war, dass es zu wenig Raum im Haus gab. Im Erdgeschoss verkleinerte ein verschachtelter Grundriss ihn zudem.

Nachher: Modernes Wohnen nach dem Umbau

Verfaulte Fenster und Türen, vergammelte Böden sowie kaputte Installationen landeten bei der Sanierung auf dem Müll. Das Gebäude wurde zunächst bis in den Rohbauzustand zurückversetzt, um es dann wieder neu aufzubauen.

Nach der Runderneuerung ist das Erdgeschoss groß und hell. Hier bilden Wohn- und Essbereich sowie die Küche jetzt einen Raum. Während das Obergeschoss vom Grundriss unberührt blieb, ließ der Bauherr noch den Spitzboden zum Büro ausbauen.

Auch von außen ist das Haus kaum wieder zu erkennen. In frischem Weiß erstrahlen nun die Klinkerfassade und die neu eingebauten Sprossenfenster. Und zum Garten und Sonnendeck gelangt man jetzt sehr elegant über eine doppelflügelige Tür.

Geräumige Wohnidee

Durch die entfernte Trennwand gehen Küche und Essplatz jetzt ineinander über. Helle Einbaumöbel lassen dabei den Bereich sehr großzügig wirken. Die bis zur Decke vergrößerten Durchgänge strecken den Raum zusätzlich in der Vertikalen.
Rolf Urban: © VG Bild-Kunst, Bonn 2006

Offene Raumaufteilung

Durch den neuen Grundriss gewinnt das Erdgeschoss neuen Platz in der Ebene. Als verbindendes Element für alle Bereiche ist hier der Boden durchgängig mit dunklen Steinzeugfliesen ausgelegt.
Rolf Urban: © VG Bild-Kunst, Bonn 2006

Geschlossene Loggia schafft Raum

Wo heute eine Flügeltür ins Freie führt, befand sich ursprünglich die Loggia. Der Umbau vergrößerte die Wohnfläche, indem dabei die Außenwand gut einen Meter weiter nach vorn versetzt wurde. Sie schließt nun auch im Erdgeschoss bündig mit der Fassade ab. Im Innern entstand so genug Platz für den selbst entworfenen Familientisch.

Büro unterm Dach

Im ausgebauten Spitzboden hat der Architekt seinen eigenen Arbeitsraum geschaffen. Die aufgesattelte gläserne Dachkonstruktion – von außen kaum zu sehen – bietet ausreichend Stehhöhe bei gleichzeitiger Beleuchtung von oben.

Aufgang aus Stahl und Glas

Ein kleines Kunstwerk ist diese Treppe, die als filigrane Metallkonstruktion ins Dachgeschoss führt. Die Trittstufen aus weiß beschichtetem Flachstahl sind nur einen Zentimeter dick, was sie fast transparent erscheinen lässt. Als Absturzsicherung dient statt eines Geländers eine unsichtbar in Boden und Decke verankerte Glasscheibe.

Geometrische Gartengestaltung

Grafisch streng wirkt die Gartenkomposition aus Grauwackekieseln, Rasen und robusten Bankirai-Holzstegen. Die weiße Mauerscheibe an der Terrasse ist der Rest einer alten Sichtschutzwand und heute weiteres geometrisches Element in der Gartenlandschaft.

Bauherren: Preiswert bauen

Mit lediglich 100.000 Euro realisierte Bauherr Carsten Bünck seinen Umbau, der nur drei Monate dauert. Dann konnte schon der Architekt mit seiner Familie einziehen.

Dass es überhaupt dazu kam, hat Bünck seiner eigenen Vorstellungskraft zu verdanken. Dadurch sah er die Doppelhaushälfte nicht nur als Ruine, sondern als Basis für etwas Neues an. Ein offener Wohnraum, ein Büroatelier sowie ein Garten in fast asiatischer Anmutung sind heute der Lohn seiner Kreativität.