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2. Platz: Modernisiertes Blockhaus

Was an diesem Haus aus Vorarlberg so fasziniert, ist die feinfühlige Art seiner Modernisierung: Das Alte blieb nahezu unberührt, das Neue fügt sich selbstbewusst ein.
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Für Flachlandbewohner ist die Anfahrt zu den Bruggers ein echtes Abenteuer. Enge Serpentinen winden sich immer höher den steilen Hang im vorarlbergischen Montafontal hinauf. Eine letzte Haarnadelkurve, dahinter nur noch blühende Sommerwiese, ein atemberaubender Ausblick auf die gegenüberliegende Bergkette des Rätikon – und ein uriges Haus mit Holzwänden und Bruchsteinmauern. "Angeblich stammt es aus der Zeit um 1750", erzählt Otto Brugger, Architekt und Bauherr in Personalunion.

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Das traditionelle Montafoner-Haus hat er von seinen Eltern übernommen und hier, auf rund 750 Meter Höhe zwischen Alm und Waldrand, Teile seiner Kindheit verbracht. Im vergangenen September, exakt drei Tage vor der Geburt des dritten Kindes, zogen Katrin und Otto Brugger in ihr neue Domizil. Bis dahin hatten sie zu viert in einer 56 Quadratmeter kleinen Eigentumswohnung gelebt. Dagegen bedeutet das neue Zuhause, das nach rund einjährigem Umbau mit 144 Quadratmeter Wohnfläche aufwartet, eine immense Steigerung.

Tradition und Moderne vereint

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Im Erdgeschoss geht’s vom Flur aus in die Stube mit Sofa, Grundofen und Kassettendecke, von dort aus ins Esszimmer neben der Küche und schließlich auf die neu angelegte Terrasse mit Panoramablick. Im Obergeschoss war neben Elternschlaf- und Badezimmer noch Platz für zwei Kinderzimmer – ein großes Jungszimmer und ein kleines Zimmer für Töchterchen Mali. Allerdings: Die typischen niedrigen Decken des alten Hauses blieben erhalten, was die Räume besonders gemütlich macht. Die Art und Weise, wie Altes nicht nur erhalten, sondern durch die respektvolle und raffinierte Ergänzung durch Neues ins Hier und Jetzt geholt wurde, macht den Charme des Hauses aus. Erst durch den Kontrast mit hellen Böden, Decken, Wandpaneelen aus heimischer Weißtanne und schnörkellosen Einbauten sticht die alte Bausubstanz richtig hervor.

Otto Brugger entwarf geradlinige Schränke, Betten, Bänke und Küchenmöbel und half bei der Beplankung der Holzdecken und Wände. Anstelle des ursprünglichen Kachelofens ließ er einen Grundofen aus Lehmziegeln einbauen, der das Haus mit nur einer Feuerung heizt. Mehr noch: Der Ofen hat eine Wasserführung und versorgt die in allen Räumen verlegte Fußbodenheizung mit Wärme. "Seitens des Landes Vorarlberg wurde unser Haus mittlerweile als besonders erhaltenswert beurteilt", berichtet Otto Brugger. Diesem Urteil können wir uns nur anschließen.

Daten und Fakten

 


  • Architekt: Otto Brugger, Bartholomäberg, Österreich

  • Bauweise: traditionelles alpines Blockhaus ("Strickbauweise"), Sanierung mit Betonvorsatzschalen (Keller) und Innendämmung aller Außenwände, teils neue Außenverbretterung

  • Heizung: Grundofen mit Wasserführung, Fußbodenheizung

  • Endenergiebedarf: 58 kWh/m²/a

  • Primärenergiebedarf: 103 kWh/m²/a

  • Wohnfläche: 144 m²

  • Grundstücksgröße: 4.500 m²

  • Bauzeit: 08/09 bis 09/10

 

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