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Platz 3: Einfamilienhaus mit Mini-Budget

Hessens aus Leutkirch haben mit 195.000 Euro ein Haus gebaut, das nicht nur nach viel mehr aussieht, sondern auch jungen Familien Mut macht: Ein tolles Zuhause muss nicht die Welt kosten!
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Auf dem Papier hatten Sylvia und Roland Hess ihr Traumhaus längst gebaut. "Unsere Freunde haben uns allerdings für verrückt erklärt, als sie unsere Skizzen von einem Haus mit Flachdach und großen Fenstern, mit offener Wohnküche, Büro, Kinderzimmer, Gästezimmer und zwei Bädern sahen“, erzählt Roland und lacht.

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"Niemals könnten wir ein solches Projekt mit unserem vergleichsweise schmalen Budget realisieren", meinten sie. Doch der Künstler und seine Frau, eine Grafikdesignerin, hielten an ihrer Idee eines ambitionierten Eigenheims mit Anleihen an die Architektur der 70er Jahre fest. Und fanden nach langer Suche ein bezahlbares Grundstück in ihrer Heimatgemeinde im Allgäu. 355 Quadratmeter klein, schmal wie ein Handtuch und in zweiter Reihe gelegen, grenzt das auf den ersten Blick unattraktive Bauland rückwärtig an ein Naturschutzgebiet mit Badesee.

Sparmaßnahmen verstärken die Kreativitiät

Dieser unverbaubare Blick ins Grüne wurde zum Ausgangspunkt der Planung, die ihr Freund und Architekt Luis Ziller (31) aus Wildon in Österreich übernahm. Das Wohnzimmer öffnet sich über große Glasflächen nach draußen, auch zum kleinen Garten mit Terrasse hin gibt es bodentiefe Fenster sowie einen Ausguck mit extratiefer Laibung, der zum Lieblingsplatz von Töchterchen Frieda (5) avanciert ist. Zu den dicht angrenzenden Nachbarn hin gibt sich das Haus dagegen eher verschlossen: Schmale horizontale Fenster mit hoher Brüstung schirmen Kinderzimmer, Gästezimmer, Bad und Küche ab. Da ein Baubudget von maximal 200.000 Euro inklusive Einbauten auf keinen Fall überschritten werden durfte, erfanden Architekt und Bauherren gemeinsam eine Reihe kreativer Sparmaßnahmen, die kurioserweise dem Ganzen eher gutgetan hat.

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Der als Kellerersatz nötige, 40 Quadratmeter große Lager- und Technikraum gliedert das Erdgeschoss clever in Wohnküche und Wohnzimmer. Die rohen Betondecken und Treppenstufen sowie die einfachen, von Roland und Sylvia Hess eigenhändig im ganzen Haus verlegten Lärchendielen sehen richtig gut aus. Und auch die Faserzement-Fassade mit ihrem feinen Fugenmuster veredelt den Quader auf verblüffende Weise.

Daten und Fakten:


  • Architekt: Luis Ziller (Dipl.

  • Dipl.-Ing.), Wildon/Österreich

  • Bauweise: Isolier-Ziegelmauerwerk

  • mit Faserzement-Verkleidung

  • Heizung: Gasbrennwert mit

  • durchgehender Fußbodenheizung

  • Heizwärmebedarf: 42 kWh/qm/Jahr

  • Primärenergiebedarf: 59 kWh/qm/Jahr

  • Wohnfläche: 180 qm (140 + 40 qm)

  • Grundstücksgröße: 355 qm

  • Bauzeit: 03/08 bis 01/09

  • Grundstückskosten: 62.000 Euro

  • Baukosten (brutto): 1.083 Euro/qm

 

Kostenloses Planmaterial

Platz 3: Grundriss Haus Hess

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Platz 3: Haus Hess