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3. Platz: Einfamilienhaus aus zwei Quadern

Aus Lego-Steinen hat Thomas Sparla ein Modell seines Traumhauses gebaut. Ein Architekt realisierte daraus einen angenehm sachlichen Bau für die ganze Familie.
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Wenn man kein großer Zeichner ist, wie macht man dann seinem Architekten klar, was man eigentlich will? Thomas Sparla griff zu Lego-Bausteinen und setzte sein Traumhaus und das seiner Frau Anita zusammen.

Die beiden Liebhaber der Bauhaus-Architektur hatten sich schon jahrelang mit der Idee vom eigenen Haus beschäftigt und wussten genau, dass es modern sein und viele große Fenster haben sollte. Sie stellten sich zwei eckige Baukörper mit Flachdach vor: "Wie versetzte Schuhkartons", sagt Thomas Sparla. Das passende 1.000 Quadratmeter große Grundstück war bereits in Familienbesitz.

Der Architekt realisiert das Traumhaus

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Der Stromhändler und die Grundschullehrerin hatten zwar keine Eile, aber ihre 85 Quadratmeter große Wohnung wurde ihnen, zumal nach der Geburt ihres Sohnes Moritz, dann doch zu eng. Eine Hausreportage in der Zeitschrift HÄUSER gab den letzten Anstoß, konkret zu werden.

Mit seinem Lego-Traumhaus ging Thomas Sparla zum ortsansässige Architekten, seinem Schulfreund Marcus Vonhoegen, und beauftragte ihn mit der Realisierung. Vorab jedoch musste die Baubehörde von dem Projekt überzeugt werden, denn Sparlas wollten in einem Wohngebiet bauen, in dem vorwiegend eingeschossige Giebelhäuser aus den 70er-Jahren stehen.

Ihr Haus aber sollte größer, moderner werden und außerdem ein Flachdach haben. Erst als das Haus dieselbe Höhe hatte wie alle anderen, wurde die Genehmigung erteilt. Auch die Planung der Garage war kompliziert: Wie in der Gegend üblich, hätte sie direkt ans Wohnhaus gebaut werden müssen, doch eine Gasleitung im Boden vereitelte das. Nun ragt ein Teil des ersten Stockwerks über den Zwischenraum bis zur Garage und so gelten beide Gebäude als eines.

Holzfassade lockerte die Optik auf

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Dass die Bauphase 20 Monate dauerte, störte die Sparlas nicht – so konnten sie die Details in aller Ruhe durchgehen. Und die brauchten sie auch, denn die Statik für den westlichen Teil des Obergeschosses – ein Holzständerwerk, eine Holzbalkendecke und eine komplett mit Holz verkleidete Fassade – musste sage und schreibe fünf Mal neu berechnet werden: "Wir wollten diesen Teil des Hauses unbedingt mit Holz bauen", sagt Thomas Sparla, "es bildet einen schönen Kontrast zu Glas und Stahl und die Holzfassade lockert das sehr moderne und geradlinige Haus auf."

Langmut erforderte auch die Installation des Systems für Haustechnik und -kommunikation: Der Elektriker hatte versagt, ein zweiter musste Wände wieder aufstemmen, um alles in Gang zu bringen. Auf einen Keller haben Sparlas ganz verzichtet: zu aufwendig und vor allem zu teuer!

Stattdessen ist alles, was man sonst an Lagerraum oder Haustechnik in den Keller abschiebt, in den Bau integriert und damit auch leichter zugänglich: Fläche war ja genügend vorhanden. Lagerraum gibt es nun in der Doppelgarage und direkt neben der Küche ist ein sehr praktischer Vorratsraum mit Kühl- und Gefrierschränken untergebracht.

Der Hauswirtschaftsraum aber befindet sich im ersten Stock bei den Schlaf- und Kinderzimmern. So kann Anita Sparla auch beim Bügeln stets in der Nähe ihrer Familie sein. Über eines aber freut sie sich besonders. "Schon vor Jahren hatten wir für unser Traumhaus drei Kinderzimmer vorgesehen", sagt sie, "und heute wohnen dort Moritz, Ben und Lilli."

Daten und Fakten


  • Architekt: Vonhoegen

  • Bauweise: Stahlbeton, Bimsmauerwerk, Holzbalkendecke, Holzständerwerk

  • Heizung: Gas-Brennwerttherme, Fußbodenheizungen

  • Energiestatus: 60 kWh/m²/Jahr

  • Wohnfläche: 274 m²

  • Bauzeit: 04/05 bis 12/06

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