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Blockheizkraftwerk - Energie im Doppelpack

Wer seine Energie selbst erzeugt, macht sich nicht nur unabhängig von externen Lieferanten - er kann zudem auch Geld verdienen. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Abwärme, die bei der Stromerzeugung anfällt, wird für Heizung und Brauchwasser eingesetzt, der Brennstoff wird somit wesentlich effizienter genutzt.

Elektrische Energie, die nicht für den Eigenbedarf gebraucht wird, fließt ins öffentliche Netz und wird vom Stromversorger vergütet. Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb ist eine möglichst gleichmäßige und kontinuierliche Auslastung.

Daher wird Kraft-Wärme-Kopplung im Wohnungsbau vor allem zur Versorgung größerer Anlagen, Reihen- oder Mehrfamilienhäuser eingesetzt, wo über den Warmwasserverbrauch vieler Bewohner eine relativ konstante Abnahme garantiert ist: Zum Beispiel werden 286 Stadtwohnungen im umgebauten Hamburger "Husarenhof" zentral über ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk versorgt, das die Grundlast an Wärme bereitstellt.

Den erhöhten Bedarf an kalten Wintertagen decken zusätzliche Gas-Brennwertkessel ab. Die im Kraftwerk erzeugte Wärme wird vor Ort über ein Nahwärmenetz verteilt. In den Gebäuden gibt es nur noch Übergabestationen, separate Heizräume sind nicht erforderlich. Die Wohnungseigentümer zahlen nur ihre verbrauchsabhängigen Wärmekosten und können so von der günstigeren Erzeugung in der quartierseigenen Energiezentrale profitieren.

Aber auch im Kleinen klappt das Konzept: Mini-Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser gehören noch zu den Nischenprodukten, doch etliche Hersteller bieten Modelle an, die in jeden Technikraum passen.

Weitere Informationen

Unser Beispiel

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Das Blockheizkraftwerk ist in einem zentralen Technikraum untergebracht und produziert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Strom als auch Wärme für Heizung und Brauchwasser. Da es mit Rapsöl betrieben wird, reduziert sich der Primärenergieaufwand erheblich.

Damit ein BHKW wirtschaftlich arbeiten kann, ist es meist am Wärmegrundbedarf ausgelegt, zum Ausgleich von Spitzenlasten kommen hier Gas-Brennwertkessel zum Einsatz. Mini-BHKWs für Einfamilienhäuser kosten das Mehrfache eines konventionellen Kessels (Anschaffung und Installation liegen bei ca. 25.000 bis 28.000 Euro), können durch die bessere Energieausbeute die Verbrauchskosten jedoch um bis zu 40 Prozent senken.

Fördermöglichkeiten bestehen auf Grundlage des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWK-G) durch einen gesetzlich garantierten Zuschlag für jede erzeugte Kilowattstunde Strom, Netzbetreiber sind zudem verpflichtet, ein BHKW anzuschließen und den eingespeisten Strom zu vergüten. Mit Biomasse erzeugter Strom erhält auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einen zusätzlichen Bonus. Die Einrichtung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kann zudem mit zinsgünstigen Darlehen gefördert werden, für Mini-BHKWs gibt es Investitionszuschüsse.