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Gebäude-Ensemble schafft intimen Hinterhof

In einem Eifeldorf unweit der luxemburgischen Grenze teilte der Architekt Rainer Roth 125 Quadratmeter Wohnfläche plus Garage auf drei Baukörper mit Pultdächern auf. Intimität bei maximaler Offenheit, so lautete der Wunsch der Hausherren. Entstanden ist ein Ensemble, das sich in U-Form um einen Innenhof mit Wasserbecken gruppiert und diesen zu drei Seiten umschließt.

Einzelne Baukörper dezent miteinander verbunden

Erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass es sich bei zwei der drei Häuser gar nicht um eigenständige Volumina handelt. Denn das Gebäude mit Schlafzimmer, Bad und Ankleidezimmer ist über Eck mit dem Wohnbereich verbunden. Darin befinden sich Küche, Ess- und Wohnzimmer sowie eine Galerie. Der pure Stil der Außenfassade setzt sich auch im Inneren der Häuser fort.

Große Fensterflächen zum Innenhof

Privatsphäre bei gleichzeitig maximaler Offenheit - das bietet die Anordnung um den nach Südwesten ausgerichteten Hof. Auf diese Weise konnten große Fensterflächen geschaffen werden, die viel Tageslicht ins Haus holen. Zugleich bilden sie den Zugang zum acht mal acht Meter großen Hof.

Hohe Fenster schaffen Rückzugsorte

Um trotz der offen gestalteten Architektur keine neugierigen Blicke ins Haus zu lassen, wurden die großzügigen Fenster extra weit oben angebracht. Das schafft mehr Stellfläche an den Wänden und erübrigt ganz nebenbei die Notwendigkeit von Gardinen oder Rollos.

Klare Formsprache im Essbereich

Die skulpturale Betontreppe ist geschickt im Raum positioniert. Im Essbereich teilt sie die Rückwand diagonal und führt auf die Galerie des Hauses mit Gäste- und Arbeitszimmer. Die winkelförmige Deckenleuchte, ein Entwurf des Hausherrn, nimmt die geometrische Linienführung auf.

Planmaterial: Privatsphäre dank Innenhof

Die Wohnfläche des Einfamilienhauses teilt sich gekonnt auf zwei der drei Baukörper auf. Sie sind über Eck miteinander verbunden und umschließen mit der Garage einen Innenhof. So entsteht Privatsphäre, und der Bau kann zum Hof hin mit großzügigen Fensterflächen geöffnet werden.
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Baudaten/Architekt: Rainer Roth, Architekt

www.rainerroth.com

Bauzeit: 2010–2012
Ort: Speicher/Eifel
Wohnfläche: 124 m²
Zusätzliche Nutzfläche: 114 m²
Grundstückgröße: 1.069 m²
Baukosten: unter 300.000 Euro
Bauweise: massiv, Mauerwerk und Stahlbeton
Fassade: vorgehängte, hinterlüftete Holzfassade, sägeraue Brettschalung, Lärche
Dach: Pfettendach, schwarze Ziegeldachpfannen
Raumhöhe: 2,40–6,50 m
Fußboden: Terrazzo, Nadelvlies
Energiekonzept: Holzscheitofen, Gastherme und solare Warmwasserbereitung
Jahresheizwärmebedarf (Qh): 67,82 kWh/ m² a
Jahres-Primärenergiebedarf: 127,7 kWh/ m² a
Spezifischer Transmissionswärmeverlust (HAT-Wert): 0,348 W/ m²K