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Beruf und Familienleben gut kombiniert

Der L-förmige Baukörper des Architektenpaares Kern ist die moderne Antwort auf ein traditionelles Lebensmodell. In dem langgestreckten Bungalow werden das eigene Architekturbüro und Wohnen an einem Ort vereint. Das Grundstück liegt im bayrischen Fahrenzhausen in der Nähe des Flusses Amper. Aus diesem Grund hat die Familie auf einen Keller verzichtet und das Haus leicht aufgesockelt, das nimmt dem einstöckigen Gebäuderiegel die Schwere und erzeugt einen schwebenden Eindruck.

Familientreffpunkt Esstisch

Der knapp vier Meter lange Esstisch aus Holz ist das Herzstück des Hauses und liegt im Zentrum des offenen Wohnbereichs. Vom Eingangsbereich im Innenhof ist er schon von weitem durch die breite Fensterfront sichtbar. Die breiten Eichendielen unter dem Esstisch hat der Bauherr Robert Kern, der auch gelernter Schreiner ist, selbst gehobelt und eigenhändig verlegt.

Rückzugsort mit Blick in die Natur

Auch ein Familienmensch braucht gelegentlich einen Ort, um sich zurückziehen zu können. Den Ausgleich zum offenen Wohnbereich findet die Familie in einem kleinen Wohnzimmer, in dem sie Ruhe zum Lesen oder Entspannen hat. Die Fenster des Raumes liegen in Richtung Norden und erlauben so den Blick in die unbebaute Flusslandschaft.

Kamin im Wohnbereich

Ein aufwändig gefertigter Kamin sorgt in der Küche und im offenen Wohn- und Essbereich für wohlige Wärme. Der quaderförmige Aufbau bietet mit seinen Aussparungen und Nischen Platz zum Sitzen oder gemütlichen Verweilen. Wie die Wände ist der Kamin ebenfalls mit Kalkglattputz verkleidet.

Kinderzimmer mit Spielgalerie

Die Kinderzimmer der Familie Kern sind wie die meisten Räume nach Norden ausgerichtet. Dunkel wird es hier trotzdem nicht. Eine aufgeklappte Galerie auf dem Flachdach versorgt die Zimmer mit reichlich Südlicht und schenkt den Kindern in den eigenen vier Wänden einen Lieblingsort zum Spielen.

Innen liegender Flur mit Oberlicht

Der innen liegende Flur führt vom Eingang zu den Kinderzimmern und dem Elternschlafzimmer. Eine Reihe von Oberlichtern erhellt den fensterlosen Trakt, die Fenster sind im Boden der Spielgalerie eingelassen. Auch im Flur herrscht die klare und einfache Materialsprache mit Holz und Beton vor. Sie verleiht dem ganzen Gebäude optisch Ruhe.

Doppelte Nutzung

Die Fassade verdankt einer sägerauen Lärchenholzverkleidung ihr silbernes Aussehen. Das Flachdach darüber ist begrünt. Zu zwei Dritteln dient das Haus als Wohnhaus, 90m² sind als Bürofläche abgetrennt. Der Neubau ist damit die moderne Antwort auf ein altes Lebensmodell und führt Arbeiten und Wohnen wieder an einem Ort zusammen.

Planmaterial: Architektur kombiniert Wohnen und Arbeiten

Hier gehen Arbeiten und Wohnen Hand in Hand: Eine 90m² große Bürofläche und ein 200m² Wohnbereich ergeben den L-förmigen Bau der Familie Kern. Die Aufteilung funktioniert dabei so klug, dass das eine vom anderen nicht beeinträchtigt wird. Der Eingangsbereich verfügt über eine ausreichende Größe, um als Verteiler für die verschiedenen Bereiche zu funktionieren.
Download (PDF)

Baudaten/Architekt: Seidl Kern Architekten

www.seidlkern.de

Bauzeit: 2006–2009
Ort:Fahrenzhausen
Wohnfläche: 204 m²
Nutzfläche (Büro): 87 m²
Grundstücksgröße: 1.720 m²
Baukosten: 275.000 Euro, hoher Anteil an Eigenleistung
Bauweise: massiv, Stahlbeton-Tragwerk
Fassade: sägeraue Lärchenholzverkleidung
Dach: Flachdach als Gründach, Pultgründach über Galeriegeschoss
Raumhöhe: 2,57 m
Decken/Wände: Kalkglattputz, Rohbeton
Fußboden: Eichendielen, geschliffener Estrich
Energiekonzept: Wärmepumpe
Jahresheizwärmebedarf (Qh): 43 kWh/ m²a
Jahresprimärenergiebedarf (Qp): 55 kWh/ m²a
Spezifischer Transmissionswärmeverlust (HT-Wert): 0,27 W/ m²K