• CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER
  • CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER
Inhalt aus:

Umgebaute Doppelhaushälfte

Die Projekte der Kölner Architekten Johannes Götz und Guido Lohmann fallen erst auf den zweiten Blick auf – wenn überhaupt. Am Haus Constantin in Frankfurt zum Beispiel, einem aufwändig sanierten Doppelhaus aus dem Jahr 1913, könnte man glatt vorbeischlendern, derart selbstverständlich und unaufgeregt steht der Bau an der ruhigen Wohnstraße. Doch auf den zweiten Blick erkennt man die Veränderung: Die komplette südliche Doppelhaushälfte wurde restauriert und der nördlichen Hälfte angepasst.

Strukturierter Wohnbereich

Das Haus hat einen offenen Wohn- und Essbereich, in dem durch Farben und niedrige Trennwände Struktur geschaffen wurde. Die Bibliothek kennzeichnen Regale in Dunkelbraun, das Esszimmer bestimmt eine Sitzgruppe aus hellem Holz und die Sitzgruppe im Wohnzimmer markiert ein schwarz-weiß-orange gemusterter Teppich.

Offenes Konzept im Wohnzimmer

Während im Obergeschoss die alte Aufteilung des Doppelhauses weitesgehend beibehalten wurde, entwickelten die Architekten in einem intensiven Dialog mit den Bauherren ein neues Konzept für das Erdgeschoss. Es sollte den historischen Zuschnitt von Fassaden und Grundriss mit dem Wunsch nach einem offenen, weiträumigen Wohnbereich mit Gartenzugang in Einklang bringen. Die Wand, die die beiden Doppelhaushälften trennte, wurde entfernt, so dass ein großer Raum entstand.

Heller Raum mit Säulen

Aus den ehemals vier Zimmern wurde ein einziger, allerdings subtil gegeliederter Raum im Erdgeschoss.

Stilvoll saniert

Restaurierte Böden und makellose Einbauten prägen die elegante Garderobe im sanierten und wiedervereinten Haus.

Erker vor der Küche

Ein Erker erweitert die helle Küche zum Garten hin. Die beiden Erker der Fassade wurden beim Umbau aus der Mitte an die Seiten des Hauses verlegt.

Helles Badezimmer

Das helle Badezimmer der Eltern liegt im Obergeschoss und besticht mit gediegener Eleganz.

Fast wie das Original

Trotz der teils tiefen Eingriffe in Substanz und Struktur hat der Bau von 1913 nichts von seinem Charakter verloren. Das liegt vor allem an der feinsinnigen Gestaltung der Details, die sich fast durchweg an traditionellen Vorbildern orientieren: vom raffinierten Zuschnitt des Granits im Außenbereich über die Neigung zu Symmetrien bis hin zu den makellosen Wandverkleidungen, die den Räumen eine emotionale Temperatur verleihen, die man sonst fast nur aus Altbauten kennt.

Planmaterial: Umgebautes Haus von 1913

Andere Architekten hätten auf die einst zerstörte Hälfte des Doppelhauses vielleicht einen gläsernen Würfel gesetzt oder einen Sichtbetonkubus – irgendein unübersehbares Statement zumindest, dass hier mit den Mitteln unserer Zeit gebaut worden sei. Für die beiden Architekten Johannes Götz und Guido Lohmann kam ein solch herber Kontrast von Alt und Neu so wenig in Betracht wie für ihre Bauherren.
Download (PDF)

Baudaten/Architekt: Johannes Götz und Guido Lohmann

Baubeginn: 2008
Fertigstellung: 2010
Ort: Frankfurt, Deutschland
Grundstücksgröße: 820 m²
Bauweise: massiv
Fassade: Putz, Sockel aus Quarzit bzw. Granit; Gewände und Friese aus Sandstein
Dach: Mansarddach, Schieferdeckung
Raumhöhe: 3,20 m und 4,00 m (EG), 3,20 m (OG), 2,60 m (DG)
Decken- und Wandoberfläche: gespachtelt, gestrichen
Fußboden: Terrazzo, Eiche
Jahresheizwärmebedarf (Qh): 90 kWh/m²a
Jahresprimärenergiebedarf (Qp): 47 kWh/m²a
Spezifischer Transmissionswärmeverlust (HT-Wert): 0,4 W/m²K
Gartengestaltung: Lutz Landschaftsarchitektur