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Chalet an Schienen

Fast 100 Jahre lang surrten Stromaggregate in der Bahnstation vor den Toren von Gstaad. Dann baute Architektin Antonie Bertherat-Kioes den alten Bahnhof mit traditionellen Materialien zu einem Ferien-Chalet für ihre sechsköpfige Familie um. Sie erhielt die äußere Gestalt des dreigeteilten Gebäudes von 1904 und erweiterte sie um einen Anbau, in dem Wohn- und Schlafzimmer Platz fanden.

Maschinensaal mit Küche

Der gewaltige Kran leistete hervorragende Dienste beim Umbau des neun Meter hohen Maschinensaals, in dem zwei von ehemals vier Transformatoren noch immer für Charme wie im Industriemuseum sorgen. Die mächtigen Aggregate trennen die Küche mit den hohen Bogenfenstern vom Essplatz. Rechts schließt sich der Neubau mit dem Bereich der Eltern und dem Wohnzimmer an.

Schaltzentrale mit Essplatz

Über der Schalttafel mit dem jetzt eingebauten Kamin liegt eine Galerie mit Arbeitsplätzen für die ganze Familie. Von dort führt eine Tür in den Kinder- und Gästetrakt im Norden. Ganz links im Anschnitt ist die Holzbrücke zu sehen, die den dreigeschossigen Nordbau mit dem Wohntrakt der Eltern verbindet.

Arbeitsplatz auf der Galerie

Von der Galerie mit den Arbeitsplätzen hat man alles im Blick, was in Küche und Wohnhalle passiert. Die Decke ist in diesem Teil des Hauses, der früheren Werkhalle, über acht Meter hoch. Der Boden aus Holzdielen gibt einen wärmenden Kontrast zum kühlen Industrielook.

Industriecharme im Essbereich

Mit Bogenfenstern öffnet sich die Küche nach Süden, im hinteren Hallenteil schirmt eine frei stehende Bretterwand den Essplatz vom Entrée ab und sorgt für Gemütlichkeit. Estrichboden und viel Holz machen den Industriecharme behaglicher. Zusammen mit den Transformatoren entsteht eine Atmosphäre wie in einem bewohnten Museum.

Treppenhaus aus Holz

Das von der Stirnseite des Nordbaus ins Gebäudezentrum verlegte Treppenhaus ist mit Fichtenholz verkleidet und gewährt Durchblick vom Parterre bis zum Dachgeschoss. Der dreistöckige Hausteil beherbergt die Zimmer der Kinder sowie zwei Gästeräume und die Bibliothek im Dachgeschoss. Die frei schwebende Treppe wirkt luftig und gibt dem Treppenhaus Leichtigkeit.

Wohnzimmer im Neubau

Das Wohnzimmer im ersten Stockwerk des Westbaus erstreckt sich über die gesamte Geschossfläche. Große Fenster öffnen das Zimmer zur Aussicht. Für einen ursprünglichen Charakter sorgen die sichtbaren Deckenbalken, der Kamin mit Holzverkleidung, bergende Wände und dicke Vorhänge schaffen für eine heimelige Atmosphäre.

Schlafzimmer mit Séparées

Genauso groß wie das Wohnzimmer ist das Schlafzimmer im Erdgeschoss des Anbaus mit Ausblick in Richtung Westen. Ein großer Holzkubus mitten im Raum beherbergt das Bad der Eltern. Rings um die Badbox ist in diversen Séparées reichlich Platz zum Entspannen, Plauschen und Arbeiten.

Bad in der Box

Das Fensterband in der Wand des Badkubus gewährt Ausblicke in die Landschaft oder lässt, bei geschlossenen Vorhängen, keinen Blick durch. Auf Fliesen wurde zugunsten eines Bodens aus geschliffenem Estrich und mit Fichtenholz verkleideten Wänden verzichtet.

Planmaterial: Ferienresidenz mit Industriecharme

Architektin Antonie Bertherat-Kioes und ihre Familie suchten ein Ferienhaus - und fanden eine alte Bahnstation mit Transformatorenhalle und jeder Menge Industriecharme. Diesen erhielten sie beim Umbau, schafften mit Holz Behaglichkeit und erweiterten den Bahnhof mit einem Anbau für ihre Bedürfnisse.
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Baudaten/Architekt: Antonie Bertherat-Kioes

Baubeginn: 2008
Fertigstellung: 2009
Ort: Gstaad, Schweiz
Wohnfläche: 700 qm
Grundstücksgrösse: 1.050 qm
Bauweise: massiv, Mauerwerk
Fassade: Putz
Dach: Satteldach
Raumhöhe: 2,12 m (DG) bis 8,50 m (Wohnhalle)
Decken- und Wandoberfläche: Fichtenholz, Kalkputz
Fußboden: Holzdielen, geschliffener Estrich