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Haus aus Naturstein, Holz und Metall

Das Haus ist eine radikale Weiterentwicklung von Mies' Doktrin "Weniger ist mehr". Jeweils zu einem Drittel aus Naturstein, Zedernholz und Metall errichtet, erscheint es als Hommage an die schlichte Gründerarchitektur der Kupfer- und Silberschürfer, die hier Ende des 19. Jahrhunderts ihr Glück versuchten.

Ein Haus wie aus der Goldsucherzeit

Telluride, exklusiver Wintersportort und Schauplatz eines kleinen, aber feinen Filmfestivals, liegt inmitten eines Nationalparks in einem Sacktal in den Bergen Colorados. Das Walsh House steht auf einem Eckgrundstück mitten im Ortskern, umgeben von viktorianischen Häusern, die das ehemalige Bergbaustädtchen bis heute architektonisch dominieren.

Wohnbereich im Obergeschoss

Auf Proportion, Material und Lichtführung legte der Architekt besonderen Wert. Der eigentliche Lebensraum wurde ins Obergeschoss verlegt, in ein weites Loft mit offenem Kamin und Fenstern in den Giebelwänden. Vom Erdgeschoss führt eine Betontreppe in den großen Einraum, der zum Kochen, Essen und Entspannen dient.

Küchentresen aus Carrara-Marmor

Indirektes Licht unter der niedrigen, vor der Wand durchlaufenden Marmorbank und an der Dachschräge betont die einfache stereometrische Form des Hauses. Ein offener Gaskamin ist bündig in die Wand eingelassen. Als Küchentresen dient eine 13 Meter lange Platte aus Carrara-Marmor. Sie zieht sich fast über die gesamte Haustiefe und grenzt den Raum ab zum Luftraum über der Treppe.

Marmorkuben als Waschbecken

In den Bädern im Erdgeschoss dominieren die puristischen Marmorkuben von Waschbecken und Badewanne, dazu schneeweiße Wände, glatter Betonfußboden und schlichte Armaturen.

Halbtransparente Badezimmertüren

Die Beschränkung auf wenige, aber edle Baumaterialien und reduzierte Formen ist in Pawsons Werk unumstößliche Grundregel: Türen ohne Türdrücker, Einbaumöbel mit glatten Fronten, wenig Dekor. Das Bad der Hausherrin liegt direkt hinter dem Kopfende ihres Bettes. Auf beiden Seiten führen transluzente Glastüren in die Nasszelle.

Planmaterial: Minimalismus mit Ortsbezug

Für eine internationale Schar von Verehrern ist er seit Jahren der Gottvater des Minimalismus. In den Rocky Mountains hat John Pawson ein extrem schlichtes Hideaway gebaut, das zudem auch noch seinen viktorianischen Nachbarn gerecht wird.
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Baudaten/Architekt: Pawson

Baubeginn: 1999
Bauende: 2001
Bauweise: Bauweise: massiv, Beton, Holzskelettkonstruktion
Lage: Dorf
Land: USA/ Rocky Mountains
Dach: Satteldach
Fassade: Fassade: Zedernholz, Arkansas Blue Stone
Fußboden: Beton
Wohnfläche: 212 qm
Grundstücksgröße: 465 qm