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Fassade mit verzinkten Metallplatten

Saias Entwurf ist ein gelungenes Beispiel lebendiger regionaler Bautradition. Trotz der scheinbaren Einfachheit handelt es sich hier um ein subtiles und raffiniertes Stück zeitgenössische Architektur.

Warme Atmosphäre wie im Blockhaus

Das Haus hat zwei Gesichter: Während das Äußere streng und kühl wirkt, schaffen die Wand- und Deckenverkleidungen im Innern eine warme Atmosphäre, wie man sie aus traditionellen Blockhütten kennt. Die schmalen raumhohen Fenster rahmen das wunderbare Panorama und steigern so den Kontrast zwischen Innen- und Außenraum.

Wohnraum bis unter den Dachfirst

Bis unter den First reicht der großzügige Wohnraum mit einer lichten Höhe von über acht Metern. Viel Licht dringt durch die umlaufenden Fensterbänder ein. Der Boden aus Kalksandstein ist eine Anspielung auf den felsigen Baugrund. Dreh- und Angelpunkt des Erdgeschosses ist der Kamin in einer ausdrucksvollen Natursteinwand. Aus lukenartigen Fenstern blickt man hinab auf den imposanten Wohnbereich.

Veranda am Wohnzimmer

Das Innere des Hauses verdankt seinen Charakter den qualitätvollen Oberflächenmaterialien und den anspruchsvollen konstruktiven Details. Davon profitiert der große Wohnraum, der an beiden Enden je eine Veranda hat. Im Winter geben die Birken das zauberhafte Panorama auf den See frei, das sich vom Essplatz besonders gut genießen lässt.

Douglasienholz in der Küche

Gleichfalls an der Südfassade liegt die Küche. Sämtliche Fensterrahmen, Wand- und Deckenverkleidungen bestehen aus lasiertem Douglasienschichtholz. Hinter der Natursteinwand liegt der Kamin, der für eine wohlige Atmosphäre im Wohnzimmer sorgt. Alle Erdgeschossräume haben Fußböden aus großen Natursteinplatten, was als beziehungsreiche Anspielung auf den felsigen Untergrund gedacht ist.

Holzverkleidung im Treppenhaus

Spektakulär sind die beiden Treppenläufe zum Obergeschoss - auch hier ist die Raumhöhe beachtlich. Für die Gliederung der Schlafzimmer und des Arbeitszimmers ließ sich der Architekt etwas ganz Besonderes einfallen. Er trennte die Bereiche voneinander, indem er sie zu beiden Seiten des zweigeschossigen Wohnraums platzierte. Wie im gesamten Haus wirkt hier die einfache Sperrholzverkleidung der Wände und Decken behaglich.

Großzügiges Studio

Klar voneinander getrennt sind der Schlaftrakt und das gegenüberliegende Studio, die über zwei symmetrisch angeordnete Treppen zugänglich sind. Diese überraschende Unterteilung schafft eine ähnliche Distanz zwischen Schlafen und Arbeiten, wie es in wesentlich größeren Häusern Hauptgebäude und Seitenflügel tun.

Planmaterial: Wintermärchen in Kanadas Wäldern

Auf einem prachtvollen Seegrundstück bei Montréal baute Mario Saia ein überwältigend einfaches Wochenendhaus.
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Baudaten/Architekt: Saia Barbarese Topouzanov Architectes

Baubeginn: 2002
Bauende: 2002
Bauweise: Holz- und Stahlskelettkonstruktion
Lage: Wald
Land: Kanada/ Montréal
Dach: Satteldach
Fassade: Zinkblech
Fußboden: Kalksandstein (EG), Holzdielen Birke (OG)
Wohnfläche: 233 qm
Grundstücksgröße: 32 ha