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Großzügige Fensterfronten

Der Architekt Artur Asam schuf aus einem verwilderten und vergessenen 13.500 Quadratmeter Areal an den Nürnberger Pegnitzauen eine vorbildliche Parksiedlung. Alte Robinien, Platanen, Eichen und Hainbuchen bilden den Rahmen für ein Ensemble von Villen und zwei weißen Wohngebäuden aus dem Geist der Moderne.

Villen ohne Gartenzäune

Doppelhäuser von heute und die Architektur der Klassischen Moderne bilden auf den Nürnberger Pegnitzauen eine harmonische Anlage. Vor die eleganten Kammbauten mit insgesamt 25 Wohnungen zwischen 160 und 250 Quadratmetern gruppierte Architekt Artur Asam fünf Villen. Um den großzügigen Charakter des citynahen Grundstücks nicht zu zerstören, verzichtete der Architekt auf eine dichtere Bebauung - und auf Gartenzäune.

Aus dem Quader geschnittene Terrasse

Asam orientierte sich am Masterplan von Otto Ernst Schweizer - dem Architekten des alten Sanatoriums, das ursprünglich auf dem Grundstück stand - und ergänzte die Anlage durch einen zweiten, in Form und Proportionen fast identischen Bau. Bei der Villa ist die Südwestecke zugunsten einer überdachten Terrasse aus dem Quader gestanzt. Diese orientiert sich mit großen Fassadenöffnungen gen Süden zum angrenzenden Naherholungsgebiet.

Hölzerner Erker

Für die fünf Villen entwickelte der Architekt eine gemeinsame, kubische Form, die gleichwohl offen blieb für persönliche Wohnträume. Der hölzerne Erker des Patios im Bade- und Saunabereich gehört zu den Besonderheiten eines Hauses. Während die Nordwände mit den Eingängen asketisch in Sichtbeton gehalten sind, gerieten vor allem die nach Süden und Westen gerichteten Fassaden mit großen Glaselementen und Lärchenholzverschalungen ganz unterschiedlich.

Helle Wohnräume

Im entkernten Innern hat Loftspezialist Asam lichtdurchflutete Räume geschaffen, die das offene Wohnen auch nach draußen, auf die großen Terrassen, ausweiten. Die Betonscheibe im Wohnraum ist ein Standardelement aller Häuser. Die Wahl des Fußbodens und der Deckenoberfläche sowie die Galerien im Obergeschoss sind hingegen in jeder Villa individuell.

Freistehender Küchenblock

Offen ist auch die Küche mit einem freistehenden Küchenblock in jeder der fünf Villen gestaltet. Allein ihre Ausrichtung - mal liegt der Küchenblock im Westen, mal im Osten - obliegt der Entscheidung der Bewohner.

Treppen neben tragender Betonwand

Der Treppenaufgang an der tragenden Betonscheibe - skulpturaler Nenner aller Erdgeschosse - sieht in jedem Haus anders aus. Im Wohnhaus des Architekten führt eine breite Holztreppe nach oben auf die verglaste Galerie.

Helle Galerie im Obergeschoss

Dank der großen Glasfronten in der Pfosten-Riegel-Konstruktion der Fassade ist auch die Galerie im Obergeschoss lichtdurchflutet. Von dem langen Gang zweigen die privaten Räume der Hausherren ab: Ein Schlafzimmer mit angrenzendem Ankleide- und Badezimmer sowie zwei Kinderzimmer, die den kompletten Ostflügel des Hauses einnehmen.

Sichtbeton an den Decken

Mit Sichtbeton an den Decken und mit Estrichboden haben die Hausherren sich für Purismus ohne Abstriche entschieden. Das Haus mit dem größten Raumangebot, 260 Quadratmeter, hat einen Hof neben der Küche und ist als einziges vollständig unterkellert. Bei den anderen Villen befindet sich ein Keller unter der Garage, die um ein Atelier verlängert ist.

Planmaterial: Haute Couture als Prêt-à-Porter

Um ein Wohnensemble in Nürnberg ganz nach seinen Vorstellungen planen zu können, wurde Architekt Artur Asam auch als Investor aktiv: Ein Sanatorium aus den zwanziger Jahren verwandelte er in Lofts und ergänzte diese um fünf neue Wohnquader, die trotz gleicher Bauweise individuelle Wünsche berücksichtigen.
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Baudaten/Architekt: ATT Architekten

Baubeginn: 2003
Bauende: 2004
Bauweise: Massiv- und Holzbau
Lage: Stadtrand
Land: Deutschland/ Nürnberg
Baukosten: 400 000
Dach: Flachdach
Fassade: Sichtbeton, Lärchenholzschalung
Fußboden: Eichenparkett, geölt
Wohnfläche: 220 qm