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Inhalt aus:

Haus aus Stampferde

Die Bauherren wünschten sich ein Haus, das die Wüste einbezieht. Rick Joy griff deshalb auf die - im Südwesten der USA traditionelle - Stampferde-Konstruktion zurück: eine Mischung von verschiedenen Erden aus der Umgebung, die mit Eisenoxid, Zement und Wasser vermengt werden. Schichtweise wird die Masse in die Schalungen geschüttet und verdichtet, bis sie vollständig abbindet.

Eingang im Schnittpunkt der Wände

Ein knorriger Palo-verde-Baum markiert den Eingang. Drei Stufen hinunter, und man steht vor zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Wänden, die ein Gefühl der Umschlossenheit schaffen. Im Inneren öffnet sich das Haus nach allen Seiten der bizarren Landschaft. Wenn der Monsun kommt, schießt das Regenwasser aus der Kehlrinne des künstlich oxidierten Schmetterlingsdaches.

Verglaster Eingangsbereich

Die Wüste verschwindet aus dem Blickfeld, der verglaste Eingangsbereich zieht den Besucher ins Innere, wo sich die abfallende Decke zum zentralen Kamin senkt. Sofort wird der Blick gefangen genommen von den Öffnungen, die nach allen Seiten hinaus ins Freie weisen. Symbiotisch verschmilzt das Haus mit seiner Umgebung.

Helles Wohnzimmer

Beim Näherkommen enthüllen die Mauern aus Stampferde, die von fern wie monolithische Betonelemente wirken, ihre visuellen und taktilen Qualitäten. Aus den verschiedenen Erdfarben und Zusatzstoffen entstehen Oberflächen, die an geologische Schnitte durch die Zeit erinnern. In allen Räumen ist die Wüste präsent, selbst unter dem Komfort der Klimaanlage.

Wände wie Felsformationen

Der Bau besteht im Wesentlichen aus zwei Blöcken: Im südöstlichen Riegel sind Wohnzone mit offener Küche und Essbereich sowie Schlafzimmer und Bad untergebracht. Der Block gegenüber beherbergt die Gästeräume, ein weiteres Schlafzimmer mit Bad und die überdachte Veranda. Den freistehenden Ahorn-Küchenblock entwarf der Architekt. Am Essplatz rahmen Mauern den Blick nach Süden.

Badezimmer mit Terrasse

Das Badezimmer öffnet sich in ganzer Breite nach außen. Duschen wird hier zum inszenierten Luxus. Eine Schiebetür aus Glas führt direkt ins Freie.

Planmaterial: Schmetterling in der Wüste

In der Einöde von Süd-Arizona baute der amerikanische Architekt Rick Joy ein Haus, das mit der Natur verschmilzt. Großflächige Fenster sorgen für grandiose Ausblicke, mächtige Erdmauern für ein angenehmes Klima.
Download (PDF)

Baudaten/Architekt: Rick Joy

Bauende: 2000
Bauweise: Fundamente Beton, Mauern komprimierte Erde (Eisenoxid zur Farbgebung und 3% Portlandzement)
Lage: Wüste
Land: USA/ Arizona
Dach: Schmetterlingsdach
Fußboden: polierter Beton, versiegelt und gewachst
Wohnfläche: 205 qm
Grundstücksgröße: 16 ha