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Ein Smart Home richtig planen

Ein intelligentes Haus – ein Smart Home – zu realisieren, ist weniger aufwendig, als Sie denken. Wichtig ist jedoch die gründliche Planung im Vorfeld. Welche Punkte es zu beachten gilt.
Smart Home: Elgato Eve

Ob Alt- oder Neubau – ein Smart Home lässt sich überall installieren.

In diesem Artikel
Vorteile eines Smart Homes
Ziel definieren: Was ein Smart Home können soll
Die Wohnsituation bei der Smart-Home-Planung
Smart Home im Neubau
Smart Home im Altbau
Mit kleinen Lösungen ins Smart Home starten
Das Budget fürs Smart Home kalkulieren
Smart-Home-Anbieter im Überblick

Ein Smart Home zu planen hat zumeist drei Gründe: Die einen möchten die neue Technik ausprobieren. Ein weiterer Anreiz ist es, Energie zu sparen und wieder andere möchten einfach einen Komfortgewinn dank intelligenter Lösungen. Bevor das alles möglich ist, steht jedoch die richtige Planung an - und ist damit auch der wichtigste Schritt zum eigenen Smart Home.

Vorteile eines Smart Homes

Keine Sorge, heute muss man nicht mehr Technik-Freak oder Computer-Experte sein, um in einem Smart Home zu leben. Eher das Gegenteil ist der Fall. So sieht es auch Alexander Schaper, Geschäftsführer der SmartHome Initiative Deutschland: "Ein Haus ist dann smart, wenn es Prozesse abnimmt. Das Wohnen wird nicht komplexer durch weitere Anforderungen an den Bewohner, sondern angenehmer. So wird Licht eingeschaltet, öffnen sich Jalousien oder werden Steckdosen automatisch gesteuert ." Im Idealfall bekommt der Bewohner die komplexen Abläufe im Haus gar nicht mit, sondern genießt nur den neuen Komfort, weil lästige Aufgaben automatisch ablaufen. Aus diesem Grund sollte die Technik im Hintergrund selbstständig arbeiten, ohne dass der Bewohner stetig per Computer, Smartphone oder Tablet-PC eingreift. Lediglich für ein erstes Installieren oder einen Fernzugriff braucht man die Geräte.

Smart Home einrichten

Komfort ist ein wichtiger Aspekt im Smart Home: Einmal eingerichtet, erfolgen viele Abläufe später ganz automatisch.

Schöner Nebeneffekt eines Smart Homes: Das selbsttätige Steuern bringt nicht nur mehr Komfort, sondern hilft auch noch Energie einzusparen. Nach einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik verbrauchen Singles in einem automatisch geregelten Haus bis zu 40 Prozent weniger Energie. Auch bei Familien gibt es Einsparpotential im Smart Home: Sie können ihren Energieverbrauch immerhin noch um 17 Prozent drosseln. Das klingt zunächst wenig, übers Jahr gesehen lassen sich so jedoch einige Hundert Euro einsparen.

Ziel definieren: Was ein Smart Home können soll

Eines gleich vorweg – es gibt nicht das "eine, richtige Smart Home". Jedes intelligente Haus ist individuell an seine Bewohner angepasst. "Wer ein Smart Home zu planen beginnt, sollte daher zuerst mit den Bedürfnissen anfangen: Was möchte ich? Das ist die erste Frage", weiß auch Christoph Rösseler von Devolo. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man gleich den ganz großen Wurf mit einem komplexen System plant, das von Anfang an einfach alles kann, oder nur eine Lösung zum Steuern der Heizkörper sucht, sobald die Fenster geöffnet werden.

 

Smart Home: Digitalstrom

Daher sollte jeder Interessierte erst einmal überlegen, was er erreichen möchte. "Machen Sie sich Stichpunkte oder schreiben sie es ausformuliert auf: ,Ich möchte, wenn ich nach Hause komme, dass im Flur automatisch das Licht angeht. Und wenn es draußen dunkel ist, soll auch gleichzeitig das Licht im Wohnzimmer angehen'", erklärt so Alexander Schaper von der Smarthome Initiative Deutschland. Tipp: Eine Grundrisszeichnung hilt bei der Planung.
Aber dabei muss es nicht bleiben. Wer will, kann natürlich auch noch die verschiedenen Temperaturwünsche über den Tagesverlauf skizzieren oder überlegen, ob sich zu einer bestimmten Uhrzeit automatisch die Rollläden schließen. Mit solch einer klaren Aussage kann dann auch der Fachhändler - oder für größere Szenarien ein Smart-Home-Berater aus dem Elektro-Handwerk -  die richtige Lösung finden.

 

Wer hilft bei der Smart-Home-Planung:

Die Wohnsituation bei der Smart-Home-Planung

Neben den Wünschen ans spätere Smart Home gibt es Weiteres zu berücksichtigen, wie Christoph Rösseler weiß: "Der zweite Ansatzpunkt bei der Planung ist die Wohnsituation an sich. Wohnt man zur Miete oder hat man Wohneigentum?" Auch macht es einen Unterschied, ob man in einer Altbau-Wohnung lebt oder gerade ein Haus zu bauen beginnt.

Smart Home planen: Qivicon

Komfort, Sicherheit, Energiesparen: Mit einem Smart Home lassen sich viele Aspekte miteinander kombinieren.

Smart Home im Neubau

Egal, ob Altbau oder Neubau: "Keinen Strom an den wichtigen Stellen zu haben, ist immer ganz schlecht", gibt Scharper zu bedenken. Bei einem Neubau können Bauherren jedoch noch eingreifen. Setzen Sie sich daher rechtzeitig mit dem Architekten und den entsprechenden Handwerkern und ggf. einem Systemintegrator für Smart Homes an einen Tisch, um das Smart Home im Detail zu planen oder zumindest die Möglichkeit dafür offen zu halten.

Konkret heißt das, dass man auf eine gewisse Basis-Verkabelung achtet. So sind nicht nur allein ausreichend Steckdosen und Schalter an den richtigen Stellen wichtig, sondern sollte dem Stromnetz noch ein zusätzliches Steuerungsnetz – ein sogenanntes Bus-Netz - zur Seite gestellt sein. Bekannteste Variante ist dazu das KNX-System, das sich als weltweiter Standard zur Hausautomation bewährt hat. Mit solch einem Bus-Netz in der Wand, das parallel zum Stromnetz verläuft und Schalter mit Geräten verbindet, kann später leicht auf ein Smart Home umgerüstet oder gleich von Anfang an das Haus gesteuert werden.  

Aspekte für die Smart-Home-Planung im Neubau:

  • Ein Bus-System verlegen bzw. alle Stromleitung mit einer zusätzlichen Ader für die spätere Steuerung ausstatten
  • Tiefe Steckdosenbohrungen beauftragen, um Smart-Home-Elemente unsichtbar in der Wand aufzunehmen
  • Bei Jalousien auch an Strom- und Steuerungskabel denken
  • TV/Audio/Medien: An zentralen Punkten Netzwerkanschlüsse, Antennenanschlüsse und versteckte Lautsprecherkabel in den Wänden einplanen – das vermeidet Kabel-Wirrwarr
  • Türkommunikation: Gegensprechanlagen und Kameras brauchen auch Strom und sollten daher entsprechend geplant werden
  • Garten: Strom- und Steuerungsleitungen für die Außenbeleuchtung berücksichtigen

Smart Home im Altbau

Für Bewohner eines Altbaus und Mietwohnungen sind eher modulare, kabellose Smart-Home-Systeme sinnvoller. So müssen keine Kabel nachträglich auf der Wand verlegt werden. Und keine Sorge: Auch mit den kabellosen Lösungen lässt sich ein vollwertiges Smart Home realisieren. Die meisten kabellosen Smart-Home-Lösungen sind so genannte Plug-&-Play-Systeme, die im Gegensatz zu den kabelbasierten auch von Laien installiert werden können.

"Um ein Starterkit zu installieren, braucht es 20 Minuten. Dann ist man schon fertig", lobt auch Christoph Rösseler die problemlose Installation. Einfach die gekauften Produkte ans Stromnetz anschließen, beziehungsweise bei Sensoren die Batterien einlegen. Anschließend erfolgt über die zumeist selbst erklärende Software am Computer oder Smartphone das Einrichten. Fertig. Ein weiterer Vorteil haben Smart-Home-Systeme auf Funkbasis zusätzlich: Zieht man aus, lässt sich alles schnell wieder deinstallieren und ins neue Zuhause mitnehmen.

Smart Home planen: Myhomebox

Funksysteme machen selbst eine Altbauwohnung smart: Manche Systeme verstehen dabei auch unterschiedliche Standards und kombinieren die Produkte.

Auf den ersten Blick gibt es bei Smart-Home-Funksystemen eine Vielzahl von Anbietern, weswegen der Markt zunächst übersichtlich erscheint. Letzten Endes benutzen die meisten jedoch einen der drei internationalen Smart-Home-Standards wie Z-Wave, ZigBee oder EnOcean. Diese Standards gelten als erste Wahl. Sie haben sich bewährt und bieten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter auch viele Smart-Home-Lösungen an, die sich innerhalb des gewählten Standards untereinander kombinieren lassen. Aber auch geschlossene Smart-Home-Systeme wie Apples Homekit und Homematic bieten Anwendern Planungssicherheit – wenn auch in einem begrenzteren Rahmen.

Heute besteht häufig auch die Möglichkeit, dass sich Basisstationen durch einen zusätzlichen USB-Stick schnell auch für andere Standards kompatibel machen lassen. Auch allgemeine Übersetzungs-Stationen wie zum Beispiel die "MyHomeBox" sind erhältlich. Als unabhängige Basisstation empfängt sie von allen auf dem Markt verfügbaren Standards die Signale, wandelt sie um und schickt sie dann verständlich weiter. Systemübergreifenden Lösungen sind damit keine Grenzen mehr gesetzt.

5 Tipps, das eigene Smart Home zu planen

  • Schreiben Sie sich konkret auf, was Sie vom Smart Home erwarten
  • Definieren Sie ein genaues Budget. Mit ca. 1.000 – bis 1.500 Euro sollten Sie rechnen, um einen positiven Effekt zu spüren.
  • Focussieren Sie sich zunächst auf einen Aspekt wie Energiesparen oder das Steuern von Licht.
  • Bei Neubauten: Lassen Sie Ihr Haus gleich mit einer Basisverkabelung Smart-Home-tauglich machen. Auch wenn Sie diese zunächst nicht benötigen.
  • Bei Altbauten: Setzen Sie auf etablierte, kabellose Smart-Home-Standards wie Z-Wave, ZigBee, EnOcean

Mit kleinen Lösungen ins Smart Home starten

Wer mit Hausautomation und Smart Home noch nicht so vertraut ist, und das werden die meisten sein, der sollte mit einem überschaubaren Bereich beim Smart Home beginnen. "Heute fängt man einfach klein an. So sollten Interessierte sich erst einmal bei einem System die Starter-Bundle ansehen und testen, was man damit erreichen kann", erklärt Alexander Schaper. Starter-Sets gibt es dabei von vielen Anbietern wie Telekom, RWE, Devolo, lizensierten Apple-Partnern wie Elgato und anderen.

Smart Home planen: Devolo

Viele Anwender nutzen die Technik eines Smart Homes, um Energie einzusparen.

Zumeist konzentrieren sich diese Einsteiger-Sets auf einen Teilaspekt wie Komfort, Sicherheit oder Energiesparen. Bei letzteren sind die beliebtesten Bundles die für Heizungen. Sie bestehen zumeist aus Heizungs-Thermostaten, einer Basisstation - dem Herzstück aller Smart-Home-Systeme auf Funkbasis -  und einem Fensterkontakt. Diese Ausstattung entspricht einem typischen Standard-Wohnzimmer. Anwender können so ein Smart Home zunächst im Kleinen testen und später, wenn sie sich sicher fühlen, das System auch auf weitere Zimmer ausweiten.

Dann können zum Beispiel die zwei Aspekte Energiesparen und Sicherheit miteinander verknüpft werden. Denn wer sagt, dass ein Fensterkontakt nur die Heizung steuert? Nachts oder in Abwesenheit der Bewohner könnte er auch noch als Sicherheitskontakt dienen und beim Öffnen eines Fensters Alarm schlagen.  

Das Budget fürs Smart Home kalkulieren

Wie so oft ist auch beim Smart Home das Budget entscheidend. Überlegen Sie sich daher gut, welche Summe Sie investieren möchten. Zwar sind die Kosten für Gesamtsysteme und Einzelkomponenten dank neuer kabelloser Übertragungswege in den letzten Jahren immer mehr gesunken. Starter-Sets sind oft schon ab 200 bis 300 Euro zu haben. In Summe und bei komplexen Vernetzungen können sich die Gesamtkosten dennoch im Bereich mehrerer Hundert Euro bewegen. "Wer ernsthaft einen Unterschied von Vorher zu Nachher spüren möchte, ist mit 1.500 Euro bei Nachrüstsystemen gut ausgerüstet", betont Alexander Schaper. Solch eine Lösung umfasst schon viele Elemente und ist im Haus dann schon für die drei wichtigen Bereiche Licht, Energie und Sicherheit zuständig.

Smart Home planen: Elgato

Dank Smart Home hat man alle Vorgänge zu Hause stets im Blick.

Bei festverkabelten Smart-Home-Lösungen müssen Bauherren mit mehreren Tausend Euro als Investitionskosten rechnen, um eine vergleichbare Funktionalität zu erreichen. Auf der anderen Seite sind diese Systeme jedoch wartungsärmer, was insbesondere für langfristige Lösungen und vor allem für Senioren sinnvoll ist.

Bei diesen Summen ist natürlich auch die Frage berechtigt, ab wann sich die Investition rechnet. Beim Aspekt Heizen ist das relativ einfach, da die Energieeinsparung sich auch in der Abrechnung deutlich bemerkbar macht. So ist bei Altbauten häufig schon nach zwei bis drei Jahren der Kaufpreis der Smart-Home-Komponenten wieder reingeholt. Bei Neubauten dauert es länger. Aufgrund guter Dämmung und geringerer Heizkosten haben sich die Anschaffungskosten für ein Smart-Home-System hier oft erst nach fünf bis sechs Jahren armortisiert. Bei den Themen Sicherheit und Komfort ist so eine konkrete Summe natürlich schwer zu beziffern. Hier muss jeder selbst wissen, was ihm diese Punkte in einem Smart Home wert sind.

Smart-Home-Anbieter im Überblick

Festinstallierte Systeme

Funksysteme