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Italien: Hotel "Santa Teresa"

Zwischen Sizilien und Nordafrika liegt die Insel Pantelleria. Dort gibt es ein Hotel, das fast schon karg, aber minimalistisch schön ist: das "Santa Teresa".
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Wir brauchen eine Auszeit. Etwas, was ganz abwegig erscheint. Einen Platz, wo nur der Wind mit uns spielt, ganz weit weg von allem; wo uns niemand findet, wo wir ganz allein mit uns sind. Wir müssen zur Ruhe kommen, zu uns selbst finden. Wir sind auf Pantelleria gelandet. Einer Insel im Mittelmeerblau, zwischen Sizilien und Nordafrika.

Am Flughafen: nur ein kleiner verstaubter und klappriger Leihwagen. Etwas anderes gibt es jetzt nicht. Die ersten kurvigen Straßen liegen im grellen Sonnenlicht. Der Weg zum Ziel ist baumlos, karg. Das Hotel: kaum zu erkennen im Grün der von Steinmauern umgrenzten Felder. Ein Weinbauer begutachtet die Reben, grüßt scheu. Der Empfang ist eher unspektakulär. Man zeigt uns: hier das Zimmer, dort das Frühstück am anderen Morgen. Zwei Weinflaschen, zwei Weingläser, die auf dem Tisch vor unserem Zimmer stehen. Stille. Und Wind.

Weiße Hotelzimmer aus Vulkangestein

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Es ist dunkel geworden, und die Brise vom Meer hat aufgefrischt; es wird laut werden heute Nacht. In den weißen Zimmern, umhüllt von meterdicken Mauern aus Vulkangestein, stehen ein Bett, ein Tisch, ein Schrank. In der Wandnische – Platz für unsere Bücher. Dort drüben eine Kitchenette, so schlicht und schön wie praktisch. Die Bettdecken liegen leicht auf unseren Füßen. Uns ist warm, und der Wind heult jetzt klagend um die Hausecken.

Am nächsten Morgen wachen wir in einem anderen Land auf. Irgendjemand hat den Tisch gedeckt und das Frühstücksbüfett bestückt. Es ist alles da, was wir brauchen: Tee und Kaffee, Käse und Schinken, knuspriges Brot und süßer Kuchen. Der Sonnenschirm draußen auf der Terrasse ist aufgespannt, und der Blick geht ins Grün der Weite und ins Blau des Himmels.

Wir steigen ins Auto und lassen uns führen von den schmalen Straßen, die mal hoch, mal hinab ans Meer führen. Steinig ist es da; auf Pantelleria gibt es so gut wie keine Sandstrände. Aber irgendwann führen alle Wege zu Gianni.

Genießen und entspannen in Pantelleria

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Gianni Busetta hat ein Restaurant in Pantelleria, der Hauptstadt der Insel: "La Nichia"; von außen unspektakulär, innen überraschend, weil der große, attraktive Italiener den Garten des Hauses zum Gastraum gemacht hat. Ein gar nicht mal großes Terrain mit Bäumen, das von einem hohen Steinwall umgeben ist – die Gärten der Insel schützen sich so vor dem Wind. Wir kommen immer wieder. Und bestellen fast immer das Gleiche: Spaghetti mit einer Soße aus Olivenöl, Kapern und gerösteten Brotkrümeln.

Wir befinden uns in bester Gesellschaft. Modedesigner Giorgio Armani, der ein Haus auf dieser Insel hat, genauso wie Madonna und Sting, waren auch schon hier. Von Gianni lernen wir, welche Köstlichkeit die kleinen Kapern der Insel sind. Die von Pantelleria sollen die besten der Welt sein.

Abends, zurück in unserem Dammuso, dem für Pantelleria so typischen, arabisch anmutenden Haus: Wir klettern auf das gewölbte, gegen die Hitze der Sonne weiß getünchte Dach, lassen den Wind unsere Haare zerzausen und greifen nach den Sternen.