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Italien: Hotel "Casa Angelina"

Den Sonnenuntergang an der Amalfiküste kann man schon fast als kitschig bezeichnen. Gut, dass das Hotel "Casa Angelina" mit viel Weiß und klarem Design dagegen hält.
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Hinter dem Haus die Berge, davor der Panoramablick aufs Tyrrhenische Meer und drumherum viel Grün: Feng-Shui-konform liegt die "Casa Angelina" in Toplage. Aber es gibt ja auch Menschen, die keine fernöstlichen Anleitungen zum Glücklichsein brauchen. Die halten ein Glas gut gekühlten Weißweins in der Hand und sehen von ihrer Terrasse die rote Sonne bei Capri im Meer versinken; sehen, wie die kleinen Lichter von Positano in der Dämmerung tanzen, und wissen: Das hier, das ist ein Stück vom Glück!

Eben noch im Stau gestanden, weil die schmale Straße von Neapel entlang der Amalfiküste an allen Haarnadelkurven hoffnungslos verstopft ist, wirkt dieser Platz hier oben wie eine paradiesische Oase. Dabei liegt er nur eine "Etage" unter der kurvenreichen Küstenstraße und doch ganz fern vom Autolärm, genau in der Mitte zwischen Himmel und Meer.

Puristisches Design von Marco De Luca und Philippe Starck

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Die "Casa Angelina" hat schon eine Vergangenheit als Hotel. In den 1970er-Jahren hieß sie noch anders, hatte nur drei Sterne und bereits damals einen fantastischen Platz am Felsen.

Der neue Besitzer kam aus Sorrento, hatte die Comic-Maus Diddl in Italien eingeführt, damit eine Menge Geld verdient und war viel in der Welt herumgekommen. Nichts anderes als das ideale Hotel schwebte Antonino Cappiello vor, als er das Haus umbauen und anbauen ließ.

Das Ideal ist weiß: Kaum ein Hotel hat diese Idee so konsequent umgesetzt. Von den Bodenfliesen bis zur Decke, vom eigens angefertigten Betthaupt bis zum Schreibtisch – die "Casa Angelina" traut sich, was vielen nicht mal im Traum einfiele: Räume komplett ganz puristisch in Weiß zu gestalten, ohne Schnickschnack, schnörkellos.

Ein Bravo für die Designer Marco De Luca und Philippe Starck! Nur in der Bar, da hat den Mann aus Sorrento der Mut verlassen. Dort ließ er viel zu sehr in den Farbtopf greifen. Aber was macht eine bunte Wand schon, wenn auf der anderen Seite das monochrome Silberblau des Tyrrhenischen Meers beruhigend in der Sonne glitzert?!

Urlaubs-Oase in der Nähe von Positano

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250 Treppenstufen tiefer hat die "Casa Angelina" aus in den Felsen gehauenen Fischerhütten das "Eau-desea" gemacht: vier Apartments mit je einer kleinen Küche, Rundbadewanne unter der Steindecke, schlichtes Design. Bis zum Strand La Gavitella, wo die Sonnenliegen warten, sind es ein paar Schritte und wer will, lässt sich per Boot in kurzer Zeit nach Positano bringen.

Dann sieht man in der Ferne auch kleine steingraue Kleckse aus dem Wasser aufragen: die Li Galli-Inseln. Odysseus hatte sich bei ihrem Anblick an den Mast seines Schiffes binden lassen. Die Sirenen, die dort sangen, hätten ihn sonst ins Verderben gestürzt. Rudolf Nurejew hatte keine Angst vor ihnen. Man sagt, der russische Startänzer habe die Sommerfrische dort immer sehr genossen.